Chronik

Mit dem Interesse, im eigenen Dorf in einem Verein fußballspielen zu können, treten 1970 Fußballer, die zum Teil schon seit Jahren beim TSV Wohmbrechts spielen, an vermeintlich dafür zu begeisternde Erwachsene in Niederstaufen heran und finden dafür ein offenes Ohr. Nach einigen vorbereitenden Gesprächen versammelt sich eine kleine Runde von Interessierten im ehe- maligen Gasthaus  ́Rössle ́ und unterzeichnet am 14.08.1971 eine Vereinssatzung, die am 11.01.1972 beim Amtsgericht Lindau im Vereinsregister unter VR 38 eingetragen wird.

Die erste Vorstandschaft setzt sich zusammen aus:

dem 1. Vorsitzenden:   Anton Lehner
dem 2. Vorsitzenden:   Emil Klauber
dem Kassier:     Adolf Schneider
der Schriftführerin:   Hedwig Sohler
dem Jugendleiter:   Hans Gar
dem Beisitzer:   Gebhard Karg
dem Beisitzer:   Martin Sohler
dem Beisitzer:   Erwin Sutterlitte

In Ermangelung eines wettbewerbsfähigen Fußballplatzes, die Dorfjungend spielte und trainierte auf einer abschüssigen Wiese an der heutigen Kammbachstraße, hinter den Anwesen 38-42, sowie eines Sportheimes mit Duschen und Umkleideräumen müssen nun in vielen Gesprächen mit der zu diesem Zeitpunkt noch selbstständigen Gemeinde Niederstaufen (mit Bürgermeister Gebhard Strodel) und Grundstücksbesitzern Lösungen gesucht werden. Die Gemeinde erwirbt von der Familie Heinrich Kurzemann ein Feuchtgelände nördlich des  ́Rotacher Waldes ́ (heute Adelbergstraße 28) und stellt dies dem jungen Verein zur Gestaltung eines Fußballfeldes zur Verfügung. Selbst die Materialkosten für den Bau eines Sportheimes werden von der Gemeinde übernommen und so beginnen viele Freiwillige im Herbst 1971 mit dem Bau eines Sportheimes, allen voran der unermüdliche 1. Vorstand Emil Klauber.

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Da die Fußballer noch nicht auf dem eigenen Platz kicken können, müssen sie ihre erste Saison 1971/72 auf dem Platz des TSV Schlachters bestreiten.
Im Sommer 1974 wird das Gelände mit inzwischen fertiggestelltem Sportheim in einem feierlichen Akt von Bürgermeister Anton Ziegler und Pfarrer Dr. Möslang eingeweiht.

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Der TSV wächst inzwischen zu einem stattlichen Verein heran und wird bald im Dorf der größte Verein, der mehr als die Hälfte der Bürger zu seinen Mitgliedern zählen darf. Neben dem Männer-Fußball gründet der TSV als einer der ersten Vereine eine Fußball-Damenmannschaft. Von Anfang an war es schwierig mit dem männlichen Nachwuchs aus dem kleinen Dorf konkurrenzfähige Jugendfußballmannschaften zu formen, so dass sich der Verein mit der Jugendabteilung des TSV Hergensweiler zu einer Spielgemeinschaft zusammenschloss. Aber auch die Turn- und Gymnastikabteilungen für Männer, Frauen und Kinder, ebenso eine Ski- sowie Tischtennisabteilung und stellen für ein Dorf mit wenig mehr als 600 Einwohnern ein reichhaltiges Sportprogramm zur Verfügung.
Im August 1981 feiert der TSV in einem mehrtägigen Fest auf dem Sportgelände mit großem Zelt seinen 10. Geburtstag und weiht bei dieser Gelegenheit seine neue Fahne ein.

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Aufgrund der ständigen Zunahme des  ́Fußballbetriebes ́ sieht sich der Verein gezwungen, zur Schonung des neuen Fußballplatzes ein weiteres Gelände anzupachten und bekommt von der Familie Eduard Eiler (heute: Marianne Stier/Karsee) 1982 in einem langfristigen Vertrag eine Wiese zur Pacht. Sie ermöglicht im Tausch mit der angrenzenden Wiese, die der Familie Heinrich Kurzemann, Gasthof  ́Zum Löwen ́, gehört, die Anlage eines Trainingsplatzes direkt neben dem Hauptplatz unterhalb des Sportheimes.

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Aber den Wandel der Zeiten macht auch vor dem TSV Niederstaufen nicht halt. Die Tischtennisabteilung stellt Mitte der 90er Jahre ihren Betrieb ein, während 1993 unter Günther Strutz eine neue Abteilung das Sportangebot in anderer Richtung erweitert: die Eisstockschützen. Unter Vorstand Reinhard Sutter wird im Sommer 2007 dem Sportheim eine attraktive Pergola mit abhängbaren, vor Regen und Wind schützenden Seitenteilen angebaut, wodurch die Terrasse zu einem beliebten Platz für allerlei Festivitäten wird; außerdem bekommt das Sportheim eine neue Heizung, eine neue Küche und eine neue Theke im Gastraum.

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Während sich im Fußballbereich wegen Nachwuchs- und Personalmangels immer deutlicher Existenzprobleme für eine konkurrenzfähige Fußballmannschaft zeigen und eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Hergensweiler eingegangen wird, bietet der TSV ab 2006 unter Alfons Hener eine Mountainbikeabteilung an, die einen enormen Zulauf erfährt und dem TSV Niederstaufen schon nach kurzer Zeit den sportlich größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte beschert: Mit den Fahrern/innen Veronika Brüchle, Johanna und Marcel Techt darf sich der TSV schon bald mit Bayerischen Meistertiteln und im Juli 2009 sogar mit Deutschen Meistertiteln schmücken.

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Im Fußballjugendbereich bildet der TSV Niederstaufen eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Schlachters und sieht im aktiven Bereich trotz einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Hergensweiler einer relativ unsicheren Zukunft entgegen.

Neben dem sportlichen Angebot trägt der TSV Niederstaufen auch über viele Jahre nicht unwesentlich zur Abwechslung im Dorfleben bei. Neben den  ́berühmt-berüchtigten ́ Rosenmontagsbällen im Sportheim gehören leider auch die weithin bekannten Skisaison-Eröffnungsbälle inzwischen der Vergangenheit an. Nach wie vor im Angebot hält der TSV allerdings sein jährliches Bockbierfest mit Schlachtpartie im Frühjahr, sein Weinfest im Herbst, seine Schafkopfmeisterschaft und seine Waldweihnacht für Kinder und Jugendliche Anfang Dezember.

Für ihre besonderen Verdienste um den TSV wurden 1986 Emil Klauber und im Jahr 2000 Reinhard Sutter zu Ehrenvorständen, im Jahr 2002 Friedl Wölfel und 2009 Robert Wölfel zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Der Verein zählt im Juli 2009 443 Mitglieder und wird seit 2008 von 14 Funktionären in der Vorstandschaft verwaltet.

 

TSV Niederstaufen

Juli 2009    Reinhard Sutter 1. Vorstand

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